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Zwangs-Schafsskalpieren 08.04.2010 @ 00:27
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7. Apr 2010

Vorwarnung: Ich verdien gerade mal gar nichts mit meinen Texten. Deshalb nehm ich mir auch das Recht das Thema zu wählen wie es mir passt. Ich bin in letzter Zeit gerade ein bisschen oft über diese gebackene Scheisse gestolpert und deshalb dient nun Arschhund - ein mal mehr - als mein persönlicher Sandsack. Was Euch nicht abschrecken sollte, weiterhin teils übelst beleidigende Messages zu schicken im Gegenteil: I love it! Who knows, vielleicht landet ihr mal in nem Best of! (Ich mag auch die anderen, nicht gleich eingeschanppt werden)

 

 

Zwangs-Schafsskalpieren


Alex blickt nervös um die Ecke. Doch dann die Erlösung. Sein angespanntes Gesicht verwandelt sich in ein einziges, grosses Lächeln... denn sein Gegner ahnt nicht, dass Alex hinter ihm ist. Alex will absolut sicher sein, dass der Treffer sitzt, und schleicht sich nur mit den allerschlechtesten Absichten an seinen Gegner heran... nur noch 10 Meter von ihm entfernt, bleibt Alex stehen, hebt sein Gewehr hoch und zielt ihm auf den Rücken... sein Zeigefinger krümmt sich um den Abzug und... PENG! (BLAM, für unsere englischen Leser).

Der Gegner schreit überrascht auf und fällt, wie ein Golfspieler, der seine SMS nicht regelmässig löscht, voll auf die Fresse. Alex läuft zu ihm hin, der Gegner windet sich auf dem Boden... "Du... du... *keuch*... du Schwein!... Du wirst mich nie..-" PENG. PENG PENG PENG PENG. Alex geht gerne Nummer auf sicher.

Ganz woanders, schaut Jan zu, wie seine Figur eine Hauswand hochklettert. Oben angekommen, nähert sie sich der nichtsahnenden Wache mit seinem grossen Jagdmesser... und sticht ohne zu zögern zu. Die Wache klappt wie Amy Winehouse zusammen, und bei beiden ist die medizinische Ursache garantiert kein Eisenmangel. Jans Gesicht zeigt sichtliche Freude an der von ihm inszinierten Tat und lässt seine Figur nochmals ein paar mal auf die Wache einstechen bis... oh Gott... sich deren Kopf vom Körper löst. Grausam.

Killerspiele!!!

Nun fragt Ihr Euch vielleicht, wie diese beiden primitiven Killerspiele denn heissen. Unsere Jugend wird ja nun, wie Politiker mit zitternden Stimmen warnen, von sogenannten "Killerspielen" überflutet und zu Amokläufern erzogen. Aber ich will ja kein Spielverderber sein: hier die Details zu den beiden Killerspielen:

Killerspiel 1: Cowboy und Indianer. Von welcher Firma dies entwickelt wurde weiss ich nicht genau, jedenfalls haben wir dies früher täglich auf dem Spielplatz gespielt. Vom TV hatten wir gelernt, dass ein Indianer oder Cowboy nicht immer gleich nach dem ersten imaginären Treffer tot war, sondern sich noch dramatisch am Boden windete, um dann noch einen Abschiedssatz zu stammeln, bevor er schliesslich - mit uneingeschränkter Kaltblütigkeit - vollends todgeschossen wurde. Grausam nicht? Wir Kinder habens geliebt. Material war keins nötig, denn wir hatten ja die schlimmste Spielkonsole von allen: Unser Gehirn.

Killerspiel 2: Die Firma, die dieses Spiel auf den Markt gebracht hat, heisst Playmobil. Cowboys, Südstaatler, Verbrecher, Polizisten, Soldaten... alles konnte und kann man kaufen... schon seit Jahrzehnten. Zig Millionen Playmobilfiguren wurden von anderen über die Jahre auf grausamste Weise umgebracht oder verstümmelt.

MOMENT: Seltsamerweise kann ich mich nicht an irgendwelche Politiker erinnern, die je Alarm geschlagen haben! Obwohl diese Spiele praktisch kein Alterslimit hatten und haben...

Happy lachender Junge, verharmlosend grinsender Soldat...
- alles bestens! - Ihr Politiker.

Heute ist alles schlimmer

Angeblich steckt hinter diesem Akt weniger Sadismus als hinter dem Drücken eines Joystick Knopfes...

Ja, denn heute sitzen die Kinder nicht mehr im sorgfältig von Katzen zugeschissenem Sandkasten und reissen irgendwelchen Figuren den Kopf ab, sondern heute sitzen Sie vor einem sogenannten "Kompiuter" oder einer sogenannten "Kon-Sohle" und reissen irgendwelchen Figuren den Kopf ab. Natürlich haben aber gewisse Steinzeit-Politiker da schon recht, wenn sie darauf pochen, dass dies eine gänzlich andere Situation ist! Denn jetzt, reisst man den Kopf einer virtuellen Figur, also im Prinzip einer cleveren Aneinanderreihung von Nullen und Einsen, den Kopf ab. Früher riss man einer ECHT PHYSIKALISCH VORHANDENEN Figur mit den eigenen Händen, und tatsächlichem körperlichem Kraftaufwand, in mehreren Versuchen den Kopf ab. DIES ist natürlich viel gesünder für die Psyche eines Kindes.

Das Einzige, das heute schlimmer ist, ist die idiotische Benennung von "First Person Shootern" oder "Ballerspielen" zu "KILLERSPIELEN". Aber natürlich mit mieser Absicht. Wie soll eine uneingenommene Person, die sich über das Thema informieren möchte, je eine eigene Meinung bilden, wenn das Wort schon "Killerspiel" heisst?

Heute ist alles wie immer

Nennen wirs mal beim Namen: Das Problem ist nicht, dass die Jugendlichen heute den Bezug zur Menschlichkeit und Moral verlieren, sondern, dass gewisse Politiker den Bezug zu den Jugendlichen verloren haben. Indianer spielen ist ok, und die eigenen Kinder für die Fasnacht als Cowboy mit 2 Revolvern zu verkleiden ebenfalls. Aber das Zeugs da, das die Jugendlichen.. äh virtuell an den Kon-Sohlen machen, das geht nun wirklich nicht... weil... weil wir das früher nicht hatten! Denn hätte man die Entwicklung von Games verfolgt, hätte man LÄNGST beobachtet, dass Spiele mit Gewalt schon immer existiert haben. Der einzige Unterschied: Die Grafik war etwa so realistisch wie Dad's Bild an der Wand von diesem "avantgardistischem" Maler (ok ich mach Witze, mein Dad ist Afrikaner ohne (un)Sinn für abstrakten Kot und würde jeden Maler, der mehr als 10 Kröten für sowas kassiert liebend gerne mit einem retrogardistischem Zulu Speer an eine Galerie-Wand nageln). In der Vorstellung aber, hat dies noch nie eine Rolle gespielt. Früher haben wir im Wald Äste wie Gewehre gehalten und "rumgeschossen"... die "unrealistische Gewehrgrafik" des Asts, hat uns nie gekümmert... denn es war ja bloss ein Spiel, bloss Fantasie.

Lego ist noch gesund. Und harmlos. Kinder spielen damit alle bloss "geschiedener Pappa und Mamma".

Gewalt war also schon immer da, bloss haben genau die Politiker, die nun vor dieser Pearl Harbor-Gozilla-Pest-Tsunami Combo warnen, nie wirklich ne Ahnung gehabt, was im Bereich Computerspiele vor sich geht. "Die Spieleindustrie und ihre immer perverseren Produkte" scheinen die kleinen Gehirnchen unserer Jugendlichen und Kinder mit Gewalt weichzupoppen und aus ihnen Serienkiller zu züchten. Dabei werden natürlich Fakten dienlich ausgelassen und gewissenlos auf Panik gemacht... Die Folge sind solche kleine Diamanten:

"In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt."
Innenminister Joachim Herrmann
Quelle

Deshalb möchte ich an dieser Stelle eine grosse Ausnahme machen, und mal ein paar tatsächlich recherchierte Fakten für meine Kolumne verwenden! Nach langem recherchieren habe ich dann endlich das Gesuchte gefunden: Eine Website wo andere bereits die mühsame Knochenarbeit an meiner Stelle gemacht haben, z.B. die hier.

Wenn Buben mit Barbie spielen
würden... Keepin' it real!

Was die Buben sehen, wenn sie die
"Motorrad-Lego" Packung ansehen...

Fakt 1: Es ist weder empirisch noch wissenschaftlich belegt, dass Computerspiele, speziell Computerspiele mit Gewaltinhalten, die Aggression von Spielern oder Zuschauern erhöhen oder gar fördern.

Gebt einem Jungen eine Legofarm und einem Mädchen ein Barbie Set. Wer Stunden später zurückkommt findet bestimmt zwei vergnügte Kinder vor. Der Junge hat mit Dads Feuerzeugt probiert die Lego-Sau zu rösten und mit Feuerwerk die Farm gesprengt, während das Mädchen konstruktiver war, und die Barbie noch schöner gekämmt hat. Sonst hat sich Barbie aber nicht verändert, das heisst sie sieht immernoch wie eine amerikanische Pornodarstellerin aus, die mit einem gelangweiltem arbeitslosem Schönheits-Chirurgen in einer Wohngemeinschaft haust.

Der Punkt ist: Buben mögen zwar bauen, aber noch viel mehr zerstören. Ein Junge kann mit viel Faszination stundenlang ein Lego Flugzeug bauen, doch richtig extatisch ist er erst, wenn er danach den tragischen Absturz inszinieren kann.

Fakt 2
Der Zusammenhang zwischen den virtuellen Spielen und der Wirklichkeit ist nicht so wie es von manchen Politikern behauptet wird. Der Behauptung der Politiker Computerspiele seien die Ursache für das Handeln der Amokläufer darf kein Glauben geschenkt werden. Gewaltforscher haben bestätigt, dass Jugendliche bereits Gewaltphantasien entwickeln, bevor sie an Computern brutale Spiele spielen.

Wenn Gewalt in Medien abstumpft, dann schauen SIE zu viel Pornos, wenn Ihnen jetzt kein Speichel am Kinn runterläuft. I'm just sayin....

Ein weiteres Boomerang Argument ist, dass die Jugendlichen zwischen der Gewalt auf dem Bildschirm und der Realität nicht mehr unterscheiden können. Wenn man in Grossstädten in beliebte Clubs geht, mag dies vielleicht auf dasjenige Geschlecht zutreffen, das mit Barbie Puppen gespielt hat, jedoch sicherlich nicht auf Games. Oft sieht man in TV Berichten, in denen die "Reportagen" dem Zuschauer mit Schlagwörtern und Falschinformationen die Sensationsgeilheit steif rubbeln (s. Clip am Ende) und wie Jugendliche zu den Spielen befragt werden. Meist läuft dies so ab:

"Was empfindest Du denn, wenn Du bei diesem Online Game, den Gegner erschiesst?", provoziert der Reporter, mit Abschluss von der renomierten Uni "Von DaheimAus".
"öhm.. eigentlich... nichts...??? wtf?" findet der pickelige Junge, der die Frage sowas von dämlich findet.

"AHA! Wir sehen also wie abgestumpft die Jungendlichen bereits geworden sind! Sie können zwischen Spiel und Realität nicht mehr unterscheiden, jemanden abzuknallen wird normal, und löst keine Emotionen mehr aus! Dafür löst jemanden dessen zu beschuldigen, eine ganze Menge in meiner Hose aus! " schlussfolgert der Reporter, bevor er sich beim Zuschauer bedankt, ihm den Reissverschluss wieder hochzieht und sich den Mund auswaschen geht.

 

Ein Beispiel gibts hier. Warten bis die Sendung nach Werbung lädt, dann bei 1:01:40 reinschauen (wo übrigens ein überall unbeliebtes, von Amokläufern NICHT gespieltes Game gezeigt wird. Ja, Spiele wie Manhunt sind an Gewalt nicht zu übertreffen, aber völlig unbeliebt. Warum? Weil die Gamer gerne Spiele spielen, die Spass machen, ne Story haben usw, und nicht einfach welche, die brutal sind)

Arena vom 26.03.2010

Doch was geht hier wirklich vor sich? Gewisse Politiker mit der Schnauze und dem IQ eines Breitmaulfrosches schliessen:
Jugendliche + Games = Realitätsverlust.
Doch normale Menschen (mit mehr IQ und Rückgrad als Quakus Grossfressus) sollten mit gesundem Menschenverstand sehen, was hier wirklich abgelaufen ist:

Der Jugendliche spührt NICHTS dabei, weil er versteht, dass es sich nur um ein Spiel handelt und bei diesem Spiel keiner einzigen echten Person geschadet wird. Der Jugendliche versteht genau, dass er wie beim Lego spielen eine virtuelle Figur bewegt, die virtuelle Schüsse auf eine andere virtuelle Figur abgibt. Wer mal einem solchen Online Match zugesehen- und vor allem gehört hat, wird bei "Abschüssen" Rufe hören wie:

"Hab Dich haha!" oder "Oh Mann, die haben mich voll erwischt". "Loser" oder "Yes, ich bin der Beste", und nicht: "Ha, ich habe Dich getötet, entstellt, Dein Leben ausgeknipst, Dich brutalisiert, Deine Existenz zerstör". Der Jugendliche ruft dieselben Dinge, die man beim Sitzball oder Völkerball ruft, wenn man einen Treffer landet. Für den Jugendlichen ist ein Abschuss wie ein Tor beim Fussball oder ein Strike beim Bowling und nicht wie ein Mord an einem Lebewesen.

SP-Grossrat Roland Näf, völlig von der Hexen-Jagd erschöpft,
daheim auf seine Art am entspannen.

Für anuslastige Politiker wie etwa SP-Grossrat Roland Näf (sorry, konnte Tacheles nicht mehr weiter im Käfig lassen, sonst kommt der Fremdwörterschutz), sieht das Thema aber leicht anders aus, denn ER ist nicht in der Lage zwischen virtuell und reell zu unterscheiden. Deshalb wird sein Gesicht auch Rot und seine Hose braun, wenn er über dieses Thema spricht.

Und da liegt das Problem. Der profilierungsneurotische Beschützer hat Schutz vor Games am meisten nötig.

Hey, Näf, überleg mal Du Intelligenz-Untermieter: Wenn der Einfluss der Medien wirklich so stark wäre, dann wärst Du von den Medien, die Du am häufigsten konsumierst, ebenso stark beeinflusst. In Deinem Fall würde das wohl heissen, dass Du die Pizzakurrierfrau mit Deiner "Salami" bezahlen versuchst. Oder wie oft hast Du statt spontanem Oralsex, eine schallende Ohrfeige kassiert, als Du der Flight Servierdüse an den Hintern gefasst hast? Hast Du Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden können? Hast Du Dich schon mal gewundert, dass die reelle Welt nicht so abläuft, wie auf den DVDs, die Du Dir täglich, heimlich und zuhauf in Unterhose mit einer Tube Nivea und Tempo Nastüchern aufm Bauch reinzischt? Oder bist Du als einziger Mensch fähig, Realität von Fiktion unterscheiden zu können?

Games machen keine Serienkiller.
Pornos machen keine Vergewaltiger.
2 WK Geschichtsfilme machen keine Holocaustbefürworter.
Tierfilme machen keine Sodomisten.

 

Wann verbietet Näf endlich die Aufführung von solch unhaltbaren Stücken wie Rome & Julia? Hier lernt die Jugend, dass man bei Liebesprobleme am besten mit starken Drogen experimentiert oder sich am besten mal spotan umbringt!

Wieviele Leute werden durch Western zu Rassisten (es ist i.O. Einheimische zu erschiessen - besser noch, man wird sogar zum Helden)? Wieviele Kinder versuchen nach Harry Potter mit nem Besen von einem Gebäude zu springen? Die Zeitung müsste täglich VOLL von solchen Vorkommnissen sein. Kleine Frage...was ist eigentlich mit dem König aller Killerspiele? Unternimmst Du da was, Näf? Das virtuelle Killerspiel, das in Grafik-, Ton- und Stimmungsauthentizität NICHT zu übertreffen ist? Du weisst schon, das legal, nein halt, das obligatorische, staatlich gesponserte Gratisgame: Die Rekurtenschule oder Teil 2: Die Militärkarriere? Bis auf die Munition, ist alles echt...und manchmal ja selbst die Munition... Ach ja, ich muss mich korrigieren: Hier werden natürlich entsprechende Vorsichtsmassnahmen getroffen: Jeder erhält am Ende der Killerausbildung ein echtes halbautomatisches Sturmgewehr zum nachause nehmen...

Also lass stecken Näf und kümmere Dich lieber mal um andere harmlose Bereiche, die nach einer kleinen Namensanpassung unglaublich monstruös klingen:

- Notorisches temporäres Geisselnehmen von Kleinkindern (Kindergarten)
- Öffentliche Folter mit Sand, schwachem UV und aufreibenden Tönen (Strandspaziergang mit der Ehefrau)
- Zwangs-Schafsskalpieren (Herstellung von Wolle)

Also, liebe Leute mit wenig Bezug zu diesen neuen Medien, die seit bald 30 Jahren existieren: Gehirn einschalten und 5 Minuten recherchieren, bevor Ihr in Panik ausbrecht und etwas zu verhindern versucht, worüber Ihr sowieso keine Kontrolle habt... Wie bei allem gilt hier: Thema verstehen, aufklären, mit Mass geniessen.

-DJ-

 

Dieser Arschhundehaufen ist der Gamer Gemeinde gewidmet. Seit 15 - wie schwer zu erraten ist - bin ich Teil davon und habe sage und schreibe dieses Jahr an einer 20 Years Reunion teil genommen. Umzingelt von verantwortungsvollen Vätern, die Ihre Kinder lieben und deren Kinder GARANTIERT nicht schlechter werden, als diejenige der "Blasphemie" Rufer, wurde mir klar, dass sowas wie das hier, laut gesagt werden musste.

 

PS: Noch ein nettes Beispiel von "seriösem" Journalismus... ARD/ZDF/WDR... da würde man doch saubere Recherche erwarten?










Comments
[IP-Angels] Chaos schreibt:
09.04.2010 @ 00:57
also ich möchte darauf hinweisen, dasss ein gewisser arschhund der erste war, der damals counter-strike beta 0.5 an unsere lan-parties brachte und daher verantwortlich zu machen wäre, sollte je ein ip-angel amok laufen.

danke nochmals dafür! höhöhö. alles trottel!!

wer hat bock auf bfbc2? l4d1+2? avp? freue mich auf unsere nächste lan-party!
 
also, ich weiss nicht so recht schreibt:
09.04.2010 @ 22:25
computerspiele sind schon sehr realistisch heutzutage.
 
-DJ- schreibt:
09.04.2010 @ 23:07
Einverstanden. Doch wie erklärt, es gibt "Spiele", die Computerspiele in Realismus um ein vielfaches überholen.

Gefechtsübungen beim Militär, mit Laser Pointer auf den Sturmgewehren, wo auf richtige Menschen gezielt wird, und beim Abdrücken dieser via Vibration erfährt, dass er soeben totgeschossen wurde... das Adrenalin bei einer solchen Übung, die echte Anstrengung, der echte Schweiss, der fast echte Stress... Näher an Realismus kommt man nicht ran.

Und dennoch: Es kommt keine Schar von Zombie-Killern aus der RS. Menschen sind absolut fähig Fiktion von Realismus zu unterscheiden.

Menschen können in der Fiktion "Ferien verbringen" und eine Sekunde später (Haaans, Essen ist bereit!) wieder korrekt in der Realität funktionieren.

Oder bist Du der Meinung, dass wir Menschen das nicht können? Könnte ja sein?
 
Zwangs-Schafsskalpieren 08.04.2010 @ 00:27 Dieser schreibt:
09.04.2010 @ 23:32
"zombie-killer" wohl nicht... aber es geht bei diesen Übungen ja genau darum, die Soldaten zu drillen, gewisse Bewegungsabläufe zu automatisieren, mit gewissen Situationen und vorallem mit den Tötungsabläufen bekannt zu machen. Die Gewalt-Hemmschwelle wird dann abgebaut...

Einverstanden, bei Computerspielen muss man nicht den vollen Körpereinsatz leisten, aber er reagiert doch: Adrenalin und Schweiss werden ausgestossen. Manche Kinder rasten völlig aus wenn ein Spiel nicht so läuft wie es gerne möchte. und vorallem: bei Gefechtsübungen wird nicht so eindrücklich simuliert, wie einem der Kopf abgeschossen wird, oder die Gedärme ausgeweidet. Und eine gewisse Abstumpfung vor genau solchen Bildern ist doch das Ergebnis. Vorallem wenn die Computerspiele immer realistischer werden...
 
oh, das war dann wieder ich schreibt:
09.04.2010 @ 23:41
es fällt mir bloss kein coller Name ein *rotwerd*
 
-DJ- schreibt:
09.04.2010 @ 23:43
Yep, ich geh damit einig, dass der "Thrill" bei Games da ist. Wie beim Sport, Bücherlesen oder Film schauen. Und darf ich Dich daran erinnern... jähzornige Kinder die ausrasten wenn ihnen was nicht passt, ist absolut kein Computerspiel Phänomen.
Der Bengel, der das Monopoly Brett durch das Zimmer schmeisst oder auch bei einem völlig gewaltfreiem Computerspiel austickt kennen wir alle.

Horror Filme haben z.B. eine ZIGFACH realistischere Darstellung von Gewalt, da ja Ton + Bild noch immer Spielen voraus ist (es ist quasi echt). Und dennoch hört man kaum was aus der Ecke.

Und Achtung: Ich vertrete hier keinenfalls die Meinung, dass Computerspiele nicht sehr grafisch ausdrucksvoll sind, im Gegenteil: Ja, sie sind absolut realistisch geworden (und deswegen fesselnd, nicht abstumpfend)... deshalb bin ich selbstverständlich auch der Meinung, dass nicht jedes Spiel für jedes Alter geeignet ist.

Ab 14, 16, 18 und so weiter. Ein 18 jähriger sieht in der Tagesschau keine weniger Schlimmen Dinge als bei einem Spiel. Und Internet? Man kann alle Spiele wegzaubern, und dennoch kann nicht verhindert werden, dass noch weitaus makabereres (und sogar echtes) Material zu den Leuten findet.

Nein, KERN dieser Kolumne war die verteufelung von Computerspielen und die Verbindung von Games zu Amokläufern - wie uns das gewisse Herren weis machen wollen.

Aber wie gesagt: Ich bin der erste der findet: Computerspiele sind nicht partout "Kindersache" und gehören entsprechend angeschrieben und verkauft.

Wie Alkohol, Pornos, Horrorfilme oder auch schon nur "blutige Thriller".

 
-DJ- schreibt:
09.04.2010 @ 23:44
Frau Rotwerd, ist übrigens ein cooler Name.
 
von mir aus..t: Frau Rotwerd schreibt:
10.04.2010 @ 00:44
Ich
 
bin so ungeschickt. *tiefrotwerd* schreibt:
10.04.2010 @ 00:54
Pornos haben eine Altersbegrenzung? Das ist ja völlig übertrieben, find ich. Du solltest eine Kolumne darüber schreiben! *zwinker*

Darf ich etwas fragen? Die Arschhund Tour fuktioniert nicht.

ok. Das war keine Frage. Aber ich habe gefragt, ob ich fragen darf. Also war da doch eine Frage drin. Involviert.
 
-DJ- schreibt:
10.04.2010 @ 01:12
Eine Frage hatte ich erwartet, aber nicht diese. Die Frage sollte doch lauten: Warum FRAU rotwerd? Und nicht Herr?

Ich flicke die Tour gleich mal, hat mich eben erst jemand drauf aufmerksam gemacht... sollte morgen ok sein, thx.
 
-DJ- schreibt:
10.04.2010 @ 01:20
Arschhund Tour ist wieder on tour.
 
FRAU Rotwerd schreibt:
10.04.2010 @ 01:27
...weil rot werden bei Frauen nicht so schwul wirkt, was mir in dem Moment auffiel, als du mir den weiblichen Titel vorschlugst (das ist doch das Prätäritum von "vorschlagen", oder?). Wenn ich ein Mann wäre, wäre es mir also im Nachhinein peinlich, das zuzugeben. "Ich bin ein Mann, und das Blut schiesst mir ins Gesicht, statt in den Phallus."

"Frau" geht schon in Ordnung. So oder so.
 
   
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