arschhund.ch

Kolumnen
 
arschhund.ch




 Arschhund Tour

 Allgemein

 Charaktere

 Insider Wissen



 Kolumnen

 Stories



 TV: Lost

 Quickies

 Celeste

 Schabe



 Worum gehts?

 Dr. Doom



 Deine Meinung

 contact -DJ-

 Credits



Today:  18
Yesterday:  50
Best Day:  240
Now Online:  6
Max. Online:  60
Total:  73742


Die natürlichste Sache der Welt! 05.04.2009 @ 22:03
Dieser Beitrag wurde 2703 mal gelesen.
Untitled Document

 

Heute befassen wir uns mit der natürlichsten Sache der Welt:

Der Toilette (streng genommen wärs ja "Das Scheissen", wie der Conaisseur genau weiss). Da dieses Thema natürlich genug (Ballast)Stoff für mehrere Bücher hergibt, habe ich beschlossen mich auf die brisantesten Themen zu konzentrieren:

A) Geschichte der Toilette: Woher stammt dieser gelochte Stuhl?
B) Toiletten-Gattungen: Wie erkenne ich in welchem Land oder in welchem Jahrhundert ich mich befinde?
C) Toilettierer-Gattungen: Notio Generalis einer verbreiteten Spezies.
D) Die Toilette und unsere Gene: Nur für Leser, die in der Primar in Molekularbiologie Bestnote hatten.
E) Die Toilette als Zerstörer von Zivilisationen: Die Pest, die Atombombe, Gozilla: 3 Dinge, die neben der Toilette wie Mutter Theresa aussehen.
F) Abschliessend: Das Nachwort zum Abort.



A. Geschichte der Toilette:


Zuerst mal ein Stop bei Wiki: Die Toilette (v. franz. toile „Tuch“), auch Abort, Klo(sett) (von franz. Closet), Latrine, 00 oder WC (engl. water closet) ist eine sanitäre Vorrichtung zur Aufnahme von Körperausscheidungen (insbesondere Kot und Urin). In China wird der Toilettenraum gerne "Halle der Inneren Harmonie" genannt.

Zum Thema  Sinnigkeit des Begriffs "Halle der Inneren Harmonie" werden wir nochmals beim Kapitel "Dünnpfiff" zurückkehren. Doch beginnen wir mal vorne:

Eines der ersten Toiletten Modelle.

Die Toilette wurde vor zig Jahren von - wie soll es anders sein - einem Mann erfunden. Adam hatte damals einen Stück Apfel von seiner Paradiesmitgenossin Eva angeboten bekommen und ihn verspiesen. Eva hatte zwar zuvor zugebissen, doch Adams Verdauungstrakt war eine Spur schneller und brachte ihn dazu, die erste Toilette zu erfinden. Damals wurde sie von Adam "Ein Gebüsch" genannt. Wie wir sehen, hätte also um ein Haar DOCH endlich mal eine Frau etwas erfunden, aber eben, nur knapp halt.

Das Gebüsch blieb über Jahrtausende das offizielle Klo der Menschheit. Man findet auch später in der Bibel das Klo in seiner üblichen Rolle als "wichtigstes Objekt im Leben eines Menschen", als Gott in Form eines brennenden Busches Moses durch die halbe Wüste zu locken vermag. Moses, der dringendst endlich mal musste, folgte ohne Fragen dem Busch und schleppte dabei ein halbes Volk mit sich. Die Bereitschaft so weit zu pilgern, um selbst in einem brennenden Dornbusch sein Geschäft zu verrichten, lässt jeden Zweifel über die lebensverändernde Wichtigkeit der Toilette wie einen Furz verpuffen.

Nachdem das (brennende) (Dorn-) Gebüsch vom logistisch weniger aufwendigem "Loch im Boden" abgelöst wurde, können wir ein bisschen später in der Geschichte eine weitere Bremsspur finden: "Die ersten Abortanlagen sollen jedoch schon 2800v.Chr. in Mesopotamien bestanden haben. Sie sind auch in kretisch-mykenischen Palästen vorhanden gewesen und hatten einen unmittelbaren Anschluß ans Meer, das die Fäkalien fortspülte." Behaupten jedenfalls die Geschichtsbücher. Ein weiterer Beweis, dass Historiker bloss eine grosse Lügnerbande sind, die sich gegenseitig decken und den Mythos um ihr Handwerk künstlich am Leben erhalten. Vom Meer weggespült? Ja, wir alle wissen, dass das Meer Dinge wegsspült... erst gestern habe ich gehört, dass in Kalifornien ein Wal von Land gespült wurde. Also Klappe Historiker, meine bisherige Tradition meine Texte möglichst faktenfrei zu halten, erweist sich einmal mehr als sehr weise. Die Mesopotaminesiker hatten es ja gut gemeint. Aber Kacke ins Meer zu spülen hatte wohl nur einen (wichtigen) Nutzen: Deutsche Touristen vom Strand fern halten.

Now and then. Viel hat sich nicht geändert, auch heute hat es jede Menge Scheisse auf der Strasse.

"In der Mitte des 14. Jahrhunderts war die Hygiene auch nicht die Beste, vielerorts lief noch die Jauche auf die Straße. In Teilen Europas soll es dann jedoch im 15.Jahrhundert öffentliche Bedürfnisanstalten gegeben haben, die, so heißt es, aber nur einmal im Jahr entleert wurden. Diesen unhygienischen Zuständen standen die Menschen eher gleichgültig gegenüber. Sie interessierten sich in dieser Zeit mehr für Kunst, Technik und Wissenschaft."

Ein Bild zu betrachten während man bis zu den Waden in der Jauche steht war damals also völlig in Ordnung. Lustig, dass sich heute oft die Jauche in den Bildern befindet, vor denen man steht. Mal im ernst, brauchen wir IMMER noch solch waghalsige Stuntmaler, die ein weisses Bild mit nem roten Punkt aufhängen? Oder sind das Problem die selbstverliebten, selbstuntalentierten und selbstunbefriedigten Kunstgeniesser, die in den Gallerien und Museen rumlatschen und lauthals im Rausch gefühlte Interpretationen von sich schnäuzen? Unfähig selber was zu kreieren, stolpern sie rum und erheben mit ihrem wichtig ausgesprochenen aber wertlosem Gelaber Anspruch auf den kreativen Schaffungsprozess, dank welchem der Kunstgegenstand zu Leben gefunden hat.

Aufdringlicher Kunstgourmet mit Weisswein Glas: "Diese dunkelmaronifarbenen Streifen vor dem Haus bedeuten wohl Ernte am Heimatsort, Sir Ilkot hatte Neigung dazu sein Heimweh in die Bilder einfliessen zu lassen und bekundete regelm-"
-DJ-: "-Fresse. Das ist Jauche vor seiner Hütte, masturbieren Sie Ihr Sprechorgan gefälligst zu Hause. Ausserdem heisst der nicht Sir Ilkot, sondern Siril Kot, Sie verzaustes Sackhaar, packen Sie Ihr Savoir Vivre in ein Metzgerpapier und machen Sie sich vom Acker, bevor ich Ihnen via Polizeigriff den Weisswein dort hinstecke, wo offenbar Ihr Kunstwissen herkommt."

Naja, im Prinzip hätt ich die Person auch Duzen können.

Aber zurück zum Thema. Vom Gebüsch, zur Jauche, zu George W. Bush, so schliesst sich der Kreis der Fäkal-Abladestetten. Gehen wir mal zur modernen Toilette und sehen uns etwas Weiteres an:

B. Toiletten Gattungen

Toilette mit Scheissgaumen. Ein muss für Sammler und Bilanzfanatiker.

Ich persönlich bevorzuge die mitteleuropäische Standardtoilette. Doch vielerorts sind diverse andere Toiletten im Einsatz.

Die mitteleuropäische Standardtoilette:

Analyze this!

Im Prinzip ist es lediglich die gepimpte Version vom "Loch im Boden". Quasi ein "Loch im Boden" mit aufgesetzter Einspritzanlage. Der kompressorähnliche Keramikaufsatz besteht aus einer Sitzfläche, die den Hinterausgang des Sitzenden meist genau über einen kurzen Kanal, dem "Scheisshals", platziert. Manche, meist ältere, Modelle haben eine Art "Plateau", die mit einem feinen, etwa fingerkuppentiefen Wasserteller belegt ist. Diese Kuppe, der "Scheissgaumen", empfängt das abgeseilte Objekt und führt es beim Spülvorgang dem Scheisshals zu. Diese Variation wurde offensichtlich VON Wurstforschern - FÜR Wurstforscher entworfen und ermöglicht dem interessierten Wissenschaftler, das eben produzierte Kunstwerk analysieren zu können, bevor es via Scheisshals der restlichen Kunstsammlung zugeführt wird.

Vorteil: Hinsetzen, verrichten, und tschüss. Kein Zielen wie beim "Loch im Boden" nötig. Fire and Forget quasi.
Nachteil: Zu bequem, kann bei Benützung nach üblen Absturzpartys zum Einschlafen einladen.

Das Ami-Scheisshaus

Die grösste Toilette befindet sich in Amerika. Wow, big surprise... das grösste Arschloch ja auch. Abba jetzt hamma ja Obamma. (Google Maps Link)

Bis vor kurzem gerne mit dem weissen Haus verwechselt, zeichnet sich die amerikanische Toilette mit einer unübersehbaren Eigenart aus. Sie hat ebenfalls einen Scheissgaumen, jedoch einen viel grösseren. Es ist eher ein Rachen, der nicht diskret mit gerade genug Flüssigkeit gefüllt ist, um Bremsspuren zu verhindern, sondern eine Art Swimming Pool für Haustiere enthält. Meine erste Begegnung mit dem bald verabscheuten Scheissrachen machte ich im Jahre 1992 bei meinem ersten Amerika Abstecher. Nichtsahnend liess ich mich nieder warf meine Kommandos per Fallschirmabsprung ab. Dass dies ein grosser Fehler war, musste ich Sekunden später feststellen, als die Kommandos auf dem Wasser aufschlugen und eine hohe Fontäne Richtung Truppentransportflugzeug emporschiessen liessen. Das Gefühl von Ekel das mich überkam, kann ich nicht beschreiben. Haha, Spässle. Das wäre ja noch schöner, natürlich kann ich das beschreiben: Es ist wie wenn man von einem alten, lüsternen Wasserleguan kurz, aber empfindlich, direkt am Auspuff abgeleckt wird.

Vorteil: Leute mit extrem trockenen Ahnen (ab sofort Plural für: Anus) erhalten pro Plumps ein bisschen Feuchtigkeit zurück.
Nachteil: Man kann keine Fallschirmtruppen mehr abladen, sondern muss wie ein Helikopter genau über der richtigen Stelle kreisen und möglichst kontrolliert genau den richtigen Druck geben, um vooooooorsichtig die Truppen - jetzt mal wirklich - abzuseilen. Dies funktioniert bei einem Typ 4 ohne Problem, doch bei einem Typ 1 ist es so gut wie unmöglich. (siehe Bristol Stool Chart am Ende dieses Artikels)


Die Powertoilette für Männer: 220PS, Unterbodenbeleuchtung und Lachgaseinspritzung. Chromfelgen optional erhältlich.

Die Transformer-Toilette (Das Bidet)

 

Wie üblich: Wenn etwas existiert, das einfach und nützlich ist, muss ein Mann kommen, es aufbohren und mit Elektronik vollstopfen. Diesem Trend haben wir auch die Transformer-Toilette zu verdanken. Vor langer Zeit hatte ich während einer LAN-Party bei nem Kumpel meine erste Begegnung mit der Transformer Toilette. Natürlich war es fantastisch zu sehen, dass sich die Toilette selber reinigte und einem eine Pediküre und Kopfmassage anbot. Doch WHY THE FUCK hat mich niemand vorgewarnt, dass am Ende eine kleine Düse aus Megatron's Arm kommt und mit einem Wasserstrahl auf das Transportflugzeug schiesst? Als ich zurück kam, fragten mich die Freunde besorgt, ob ich von einem alten Mann unsittlich berührt worden sei. Die Augen lügen halt nie...

Vorteil: Hightech Power mit unbegrenztem Skalierungspotential. Beim Scheissen TV sehen, bloggen, Facebook Status wechseln ("Markus Mühsam ist grad am schokobrikettieren") usw.
Nachteil: Direkter Wasserstrahl an Ahnen, während man auf einem Stuhl voller Elektrizität sitzt, könnte zum spontanen ungewollten Vollzug der Todesstrafe führen.


Die mobile Toilette

Wo die Hoffnung stirbt.

Wer kennt sie nicht, bei Baustellen, Open Air Konzerten oder FIAT Garagen: Mobile Toiletten. Mobile Toiletten sind ziemlich einfach konzipiert: Man fügt in eine Telefonkabine einen doppelten Boden ein, der mit einer chemischen Substanz gefüllt ist, die menschliche Abwürfe zersetzt, geschmacklich um ein zigfaches intensiviert und zu unmenschlichen Abwürfen aufwertet. Sinn und Zweck der Forscher ist es die perfekte Formel zu finden, die die mobilen Toiletten dermassen grausam stinken lassen, dass jeder, der sie betreten hat, NIE WIEDER kacken muss. Sie sind noch nicht so weit, doch wer schon mal in so ner Kabine gestanden hat weiss: Sie  haben die Formel fast entdeckt!

Vorteil: Wenns mal vom Himmel Scheisse regnet, ist es in ner mobilen Toilette etwas gemütlicher.
Nachteil: Kleidung muss nach Gebrauch eingeäschert werden.

C. Toilettierer-Gattungen

Toilettengänger fallen alle in eine oder mehrere Gattungen:

Der Redaktor: Aus Wiki erfahren wir: "Der Redaktor ist ein Journalist in der Presse", und genau dies zeichnet diese Toilettierer-Gattung aus: Sie erkennt keinerlei Genuss im Ritual des veräusserlichen von Verdautem, sondern sieht diesen Akt als puren Job an. Rein, pressen und wieder raus. Er wird vielerorts (innerhalb meines Gehirns) auch "Junkie" (Pusher) genannt.
Der Redaktor setzt beim Scheissen also keine neuen Massstäbe und hat auch noch nie etwas Sinnvolles erfunden.

Der englische Aristokrat mochte es schon immer edel, wie hier bei diesem Topf aus 1898 einfach erkennbar ist. I shit you not.


Der englische Aristokrat: Er ist der Gourmet unter den Toilettierern. Kein Stuhlgang wird angestossen bevor nicht eine Zeitung, ein Magazin oder wenigstens eine Broschüre über Zecken in den Appalachen zur Lektüre geöffnet ist. Man findet sowohl Frauen, als auch Männer unter ihnen, doch niemand lebt diesen Kult so aus wie Männer. So wie Frauen das Bad mit Duftkerzen und gedimmten Licht zelebrieren, feiern Männer "einen ausführlichen Kack" mit der neusten Ausgabe vom "Hummer Racing im Naturschutzgebiet" und guter Musik aus dem Wohnzimmer. Der englische Aristokrat ist für zig Durchbrüche im Gebiet des Fäkalkomforts verantwortlich. Von ihm stammt auch der unermüdliche Effort das Konzept der Transformer-Toilette stets zu revolutionieren.

Das Schwein am Steuer:
Überall findet man es. Ein Schwein am Steuer, das natürlich nicht fahren kann und dennoch einen fahren lässt, ein Unfall verursacht und schliesslich Fahrerflucht begeht. Man nennt diese Gattung auch "Du elende Sau" oder "Drecksau". Die elende Sau findet es moralisch absolut vertretbar, beim Austreten direkt vor dem  Tunnel (Scheisshals) eine Auffahrkollision zu verursachen. Dies führt natürlich zu einem Verkehrsstau. In der Regel macht sich daraufhin das Schwein am Steuer flugs aus dem Staub. Was am Tatort übrigbleibt ist eine gigantische Verkehrsverstopfung und vor dem Umfallort nicht entfernte Bremsspuren. Meine Volksinitiative zur Vogelfreierklärung von dieser Toilettierer-Gattung ist übrigens mangels Beteiligung nie in Fahrt gekommen. Meine Vermutung: es gibt zu viele von euch da draussen, Drecksäue ihr!

Ideale Unterwäsche für das Schwein am Steuer. So gibts wenigstens ein Ort weniger, wo es Bremsspuren hinterlässt.

Der Raser: Ähnlich wie das Schwein am Steuer, aber halt ohne Unfall. Der Raser schletzt den Deckel hoch und drückt ohne Rücksicht aufs Pedal. Oft führt diese überhöhte Geschwindigkeit zu Bremsspuren, die man mit ein bisschen Planung hätte verhindern können. Ein paar Blätter Toiletten Papier und schon wäre die Piste gerettet. Der Raser begeht ebenfalls häufig Fahrerflucht, nur in den seltensten Fällen entfernt er seine Spuren.

3 Helikopter Pilotessinnen. Das Hover Manöver sitzt.

Die Helikopter-Pilotesse: Hier haben wir eine Gattung, die zwar auch in der männlichen Bevölkerung vertreten, aber vorwiegend weiblich dominiert ist. Helikopter Pilotessinnen sind an der ausgeprägten Oberschenkelmuskulatur zu erkennen. Dank dieser wird ihnen ermöglicht stundenlang in der Hocke über einer öffentlichen Toilette zu schweben, ohne je die Klobrille zu berühren. Dies erklärt übrigens auch die hohe Beliebtheit vom sogenanntem BBP (BauchBeinePo) Training in Fitness Centern. Es ist nichts anderes als eine Verstärkung der Hover-Muskulatur, in Vorbereitung der nächsten Begegnung mit einer fremden Toilette. Anfänger unter den Frauen, bei denen die Hovermuskulatur noch nicht die Grösser derjenigen einer Elefantenkuh erreicht hat, lassen sich von einer Kollegin begleiten und stützen. Womit auch eine der langjährigen Mysterien, von Frauen, die zu zweit die Toilette aufsuchen, gelüftet wäre.

Der Lasagnist: Ein sehr weit verbreiteter Toilettierer, der geschickt mit Toilettenpapier haushalten und umgehen kann. Wie der Italiener geschickt die Lasagneblätter verlegt, verlegt der Lasagnist WC-Papier entlang der WC-Brille. Ziel ist es natürlich sicherzustellen, dass wenn der Hintern über der Toilette gesenkt wird, kein Milimeter WC-Brille

Besonders elegant: Die eckige Toilette. Eine Traumsituation für jeden Lasagnisten, noch nie war belegen so einfach!

mit der eigenen Haut in Kontakt kommt, da diese sonst wie ein Gummibär auf der Herdplatte zischend schmelzen würde. Den Lasagnisten gibt es in unterschiedlichen Stadien. Während Routinierte wissen, dass 3 Blätter WC-Papier die universell richtige Länge für die beiden Längsseiten ist, gibt es immer noch solche, die mit nur 2 Blättern ihren Hintern aufs Spiel setzen oder mit 4+ Blättern sich aktiv der Amazonas-Urwaldrodung mitschuldig machen. 3 Blätter und für die Männer eventuell noch 2 Blatt über den Brillenmund, um wirklich sicher zu sein, dass "the package" nicht beim absitzen vorne kurz streift (weil das sofortige Selbstimmolation verlangen würde).

Der Anusflüsterer: Wer kennt die Situation nicht? Statt daheim, auf dem daheimischen Thron zu residieren und stolz zu regieren, wird man von der Notwendigkeit erfasst, auswärts einen fremden Thron zu besteigen. Doch nicht immer ist die Situation günstig... eine käglich tondurchlässige Türe und gleich dahinter das Wohnzimmer mit dem ersten Date, dem Boss oder einem TV Team, das auf einem wartet... was tun? Mit der Möglichkeit konfrontiert, dass beim Kastanien schütteln unerwünscht laute Nebengeräusche entstehen könnten, verwandelt sich der Anusflüsterer zu einem Enddarmkontorsionisten, der seinesgleichen sucht. Hier zählt Präzision. Stellung auf der Klobrille, Anhebung der richtigen Backe im richtigen Moment, Oberkörper im entscheidenden Augenblick im notwendigen Winkel, der Anusflüsterer versucht alles um jegliche Tonspur zu verhindern. Tragischerweise fällt er mit seinem Ritual erst recht einem lautem Trööööööööööööööööt zum Opfer, wenn er sich nur eine Sekunde verrechnet.

Schon diverse Ablenkungstaktiken wurden von Anusflüstern an mich herangetragen. "Das Wasser laufen lassen". Was diese Furztards nicht realisieren ist, dass von aussen ein Wassergeräusch keineswegs die Tuba in action übertönt... denn das Wasser ist nur im Badezimmer laut. Draussen denken sich wohl die Personen, dass der Schokoladeneilegende eine spezielle Legemethode hat. Eine Art "Wassergeburt" für grössere Entstuhlungsfälle.

Der Muezzin: Genauso laut, stolz und miteilungsfreudig wie ein Muezzin, scheint diese Gattung jegliche Scham beim Akt des Aktendeponierens abgelegt zu haben. Sogar in Toiletten, die unten offen sind und den Normalo sofort zum Anusflüsterer werden lassen, verkünden die Muezzinisten laut"hals": ICH BIN HIER UND ICH SCHEISSE.
Oft angeführt von einem schmerzhaften HHHHmmmmmmmmppfffff und gefolgt von einem explosionsartigem *TRÖÖÖÖÖÖÖÖT* mit Soundeffekts, die klingen als ob Möbel in eine Schwimmbecken geworfen werden, entledigt sich der Muezzin seines Ballasts, und scheisst auch gleichzeitig auf die Gefühle des Normalos im anschliessenden Stall. Der Muezzin macht sich danach auch nicht hastig aus dem Staub, sondern wäscht ausgiebig die Hände, föhnt die Haare und gibt seiner Zufriedenheit mit kleinen Stöhnern weiter Ausdruck.

D. Die Toilette und unsere Gene

Behutsamer schnüffeln: Komischerweise kein Thema beim Geruchscheck, offene Nasenflügel und volle Lunge ist Programm.

Der Geruchssinn

Tief verwurzelt in der Zellstruktur der Menschen wurde neulich das Gen entdeckt (herzlichen Dank an die Arschhund Laboratories), das für ein aussergewöhnliches Verhaltensmuster bei den Menschen verantwortlich ist.
Folgende Szene: Sie betreten eine öffentliche Toilette mit 4 geschlossenen WC Kabinen. 2 Sind besetzt, und 2 zeigen grün. Nun stellt sich natürlich die Frage: Welche betrete ich? Selbstverständlich wünscht man sich den Jack-Pot, also der Pot, der möglichst lange nicht mehr benutzt und somit frei von gefährlichen Gasrückständen ist. Nun gibt es dafür noch keine Anzeige (die Gilde der englischen Aristokraten arbeiten mit Hochdruck daran), also muss der manuelle Riechtest erfolgen. Nun kommt jedoch der seltsame Teil: Sie betreten nicht den Stall und ziehen nur eine kurze Luftprobe durch die Nase ein, nein, Sie nehmen einen tiiiefen Atemzug. Weshalb? Warum setzen Sie sich der Gefahr aus, dabei die volle Krönung des letzten Jakobs-Kaffees zu kassieren?

Schlimmer noch, wenn Sie das Glück haben, dass nur noch ein wenig des Aromas übriggeblieben ist, denken Sie sich: Hmm... stinkts hier nun, oder bild ich mir das nur ein. Und Sie setzen nochmals nach, mit einem Lungenzug der Serge Gainsbourg stolz machen würde.

Dieser Durchbruch in der Heissluftforschung bekräftigt somit weiter die Notion, dass Menschen insgeheim fremde Lufteskapaden riechen WOLLEN.

Die Selbstbeherrschung

Weiter haben die Forscher der Arschhund Laboratories (naja, ein Kleiderständer mit nem weissen Mantel in meiner Garderobe) entdeckt, dass der Mensch spirituell mit Toiletten verbunden ist. Besonders im Fall Durchfall. Ein Mensch kann sich 30 Minuten von der nächsten rettenden Toilette befinden und via ebenso vertraut wie gefürchtetem Grummeln in der Bauchgegend bewusst werden: Die Sintflut kommt bald, und es wird keine schöne Szene werden und von ner Halle der inneren Harmonie kann man hier wohl auch schlecht sprechen.

Nun kann zwar der Mensch die Sinnflut verzögern, sogar ohne Probleme, doch hat er ein Problem: Also doch nicht ohne Probleme, was erzähl ich eigentlich? Jedenfalls kommt hier die spirituelle Verbindung ins Spiel, die sich am besten durch folgendes Chart erklären lässt:


Man sieht deutlich, wie bei zunehmender Nähe des rettenden Objekts, auch der Druck auf die Spraydose des Verderbens zunimmt. A ist der Punkt der ersten deutlichen Wahrnehmung. B ist der Punkt erster panikartigen Handlungen (alte Damen umstossen und mit gekreuzten Beinen drauflosrennen usw).


Richtig, je näher an der Toilette, desto weniger kann er den Magerpfiff zurückhalten. Bis er sich schlussendlich knapp über der Toilette befindet und gerade noch die Hosen runterreissen kann und die Sommerwonne aus ihm reihert. Vielleicht dachten Sie, lieber Leser, dass Sie einfach schon ein paar Mal "Glück" gehabt hatten, aber haben Sie sich je gefragt, warum es jedes mal "gerade noch" reicht? Eben. I rest my case.

 

E. Die Toilette als Zerstörer von Zivilisationen

Bekanntschaften, Freundschaften, ja sogar Ehen, Völker und gesamte Zivilisationen sind von der Toilette zerstört worden. Während bei Autos die meisten Frauen nicht wissen was oben und unten ist, wissen sie es bei der Klobrille nur zu genau. Wer schon mal mit dieser Gattung Mensch zu tun gehabt hat, durfte mit Bestimmtheit folgende wertvolle Information erfahren:

Eine Toilette mit Klobrille unten = Eine Toilette mit WC Klobrille unten.
Eine Toilette mit Klobrille oben = vierzehn Pandabärenwelpenkindern aufgespiesst an Kükenoberschenkelzahnstochern, geröstet über der Flamme der Hölle, in Todsünde mariniert und mit Hoffnungslosigkeit gelöscht.

Für Personen, die mit mathematischen Gleichungen Mühe bekunden: Frauen finden, eine Klobrille gehört nicht hochgeklappt.

Diese konnatale Klappophobie lässt sich sehr schön mit dem pavlovschen Konditionierungsprinzip erklären. Über längere Zeit befanden sich gewisse Frauen in einem Raum, in dem eine Toilette mit hochgeklappter Klobrille befestigt wurde. Dann läutete jemand eine Glocke, und alle Frauen begannen sofort zu sabbern. Oder so ähnlich, lest den Scheiss doch selber im Wiki nach.

Mit diesem essentiellen Wissen gewappnet, wollen wir nun also - mit viel Nachsicht gegenüber dem runterklappenden Geschlecht - dieses Feld weiter analysieren.
Wer sich in der Geschichte der Toilette auskennt, sprich, wer die ersten Kapitel nicht übersprungen hat, wird wissen: Die Urform einer Toilette, hatte keine Toilettenbrille, sondern ausschliesslich einen Scheisshals und manchmal einen Scheissgaumen. Das Flussdiagram der Brillen-Klappdiskussionen ist eigentlich immer sehr linear und in drei schwächliche Argumentsgefässe gefasst:

1) Die Klobrille muss unten sein, weil...  "ich wenn ich nicht aufpasse und mich draufsetze, ich in den Scheissgaumen stürze."
Frau plädiert hier also auf partielle geistige Behinderung oder fortgeschrittene chronische Tollpatschigkeit. Jeder, der eine Frau nicht im geringsten Respektiert und sie für niedere, oder behinderte Wesen hält, sollte bei diesem Argument sofort nachgeben und ihrem Wunsch nachkommen.

2) Die Klobrille gehört runtergeklappt, weil man beim Entwässern der Harnröhre prinzipiell physischen Toilettenkontakt mit dem Mooning Organ beibehalten sollte. Dadurch wird der Radius von möglicher urineller Fahnenflucht und somit potentieller Krankheiten eingeschränkt.
Hier wird aushilfsweise auf Hygiene plädiert, dieses Argument scheint aber ziemlich willkürlich zu verschwinden, sobald es um eine fremde Toilette geht. Siehe hierzu Kapitel: Helikopter Pilotesse. Ausserdem ist Urin steril.

3) Weil es so ist.
Falls je jemand eine Antwort auf diese chinesische Mauer der unüberwindbaren Argumente finden sollte, bitte sofort mit mir in Verbindung setzen. Doch was, will man da tun? Sauber recherchiert, logisch gegliedert und wie eine Armbrust langsam nach hinten gespannt um dann explosionsartig ins Ziel zu bohren... da bleibt selbst dem geübtesten Disputant die Spucke weg.

Berühmte (aber in Geschichtsbüchern weitestgehend falsch berichtete) Fälle von toiletteninduziertem Unglück:

Flucht zwecklos. Brille nicht runtergeklappt und die Alte ist nachts reingeplumpst... Todesurteil!

Herr Sitnalta aus A. kam eines Nachts nach Hause, so voll wie das Mass seiner Frau, stolperte direkt ins Badezimmer und klappte die WC Brille hoch. Danach widmete er sich für die nächste halbe Stunde der Wiederbevölkerung von Reihern innerhalb seiner Toilette. Toderschöpft schlich er schliesslich hoch ins Schlafzimmer und versank in den verdienten Tiefschlaf. Am nächsten Tag entdeckte Frau Sitnalta aus A., dass die WC Brille noch HOCHGEKLAPPT war. Was an dieser Stelle geschah kann man auch im Wikipedia nachlesen, wo der Event wie folgt beschrieben wird:

"Nach einem gescheiterten Angriff auf Athen sei Atlantis schließlich um 9600 v. Chr. in Folge einer Naturkatastrophe innerhalb „eines einzigen Tages und einer unglückseligen Nacht“ untergegangen."

Weitere berühmte Beispiele wären der Untergang der Maya (Stammeshäuptling musste dringend an eine Jungfrauopferung, doch dass der geballte Zorn seiner Ehefrauen eine viel grössere Bedrohung ist, als der von ein paar dutzend Göttern, hatte er nicht realisiert), Rom (nein, Nero hat nicht mit Feuer gespielt, sondern im Stehen die Brille getroffen) oder Slatko's Karriere.

F. Abschliessend: Das Nachwort zum Abort

Ich denke die Toilette hat nun endlich mal ihre längst verdiente Aufmerksamkeit erhalten. Ich kenne kein Objekt, das täglich mit so vielen Arschlöchern konfrontiert wird, und dennoch mutig jedem weiteren Tag ins braune Auge sieht. Vergesst nicht, die Toilette ist immer für Euch da und passt sich Euren Bedürfnissen an. In Zeiten von übermässigem Alkoholgenuss wird sie zur Mattscheibe, in die Ihr stundenlang reinstarrt. Für andere ist sie ein Raucherasyl und für viele der einzige Grund, weshalb sie noch Zeitung lesen.

Wenn Ihr Euch also nächstes mal auf einer Toilette befindet, schätzt und behütet die Halle der inneren Harmonie (und der äusseren Schweinerei).
Zelebriert den Gang zum Stuhlgang.

Und wer auch immer auf unserem Stock auf der rechten Toilette jeweils seine Unterschrift hinterlässt: Deine Tage sind gezählt, Schwein am Steuer.

 

-DJ-

Dieser Text ist einer Person gewidmet, die ihn wohl gar nicht verstehen würde, doch beim Thema Heissluft augenblicklich spontane Heulkrämpfe bekommt. *Tröööt*

 

5. April 2009

 

Knowhow, das man nicht unbedingt braucht:





Comments
li schreibt:
07.04.2009 @ 19:16
hab mein Klo nachdem gebrauch zärtlich gestreichelt...und ohne nachher die hände zu waschen!

het mich zwar fascht glupft bim lese aber han mich fuschglacht! danke
liebe gruess li
 
Martin schreibt:
08.04.2009 @ 21:45
Nur das mol gsescht, i was here ! Gruss us Arbon
 
Pam schreibt:
15.04.2009 @ 08:54
Nicht zu vergessen sind die Momente an denen man nach einer gespürten Ewigkeit des verzweifelten Zusammenkneifens der Arschbacken, verhindern will dass das Schokobrikett ungefragt den Zoll passiert und man in das prä-präpubertäre Verhalten zurückkatapultiert wird und sich - auf gut Deutsch - in die Hosen scheisst. Wenn sich der Bauch bläht und man die Gewissheit hat: die Bombe ist am ticken! Sich durch die Strassen kämpft wie Indiana Jones sich aus dem Dschungel Perus befreite. Und dann, endlich, die eigene Haustüre in Sicht. Man weiss mit Sicherheit, die Toilette wird diesen Gang nicht überleben, man wird die Toilette sprengen, das Keramik wird aufgrund des immensen Druckes zerbersten, aber in jedem Krieg gibt es unschuldige Opfer, mit Verlusten muss man schliesslich rechnen. Man zieht die Hose runter und kann es nicht erwarten dem Paradies zu begegnen, man ist auf den lauten Knall vorbereitet, setzt sich hin und..... es kommt lediglich ein leises PFFFFFFF aus dem Allerwertesten...
 
-DJ- schreibt:
15.04.2009 @ 09:03
Sehr schön beschrieben Pam.

Dieses Dilemma ist auch als "Die getarnte Hindenburg" bekannt. Kann bei Kerzenlicht zu explosivem Gesprächsstoff führen.
 
tobi schreibt:
22.04.2009 @ 11:09
scho mol e schissi sälber putzt?
den weisch wieso de dine kollege bim neggschte mol seisch si sölle ahnesitze... aber in dr natur isch es scho praktisch ^^
public pissing isch in gwüsse länder standard. in madrid schmeckts zobe ab de 11ne überall numme noch pisse.

btw. zu viel text und zu wenig bilder...
 
-DJ- schreibt:
22.04.2009 @ 12:24
Weniger Text, mehr Bilder? Podcast von Globi abonnieren, hier ist Arschhund mein Lieber.
 
Chregu schreibt:
05.07.2009 @ 12:41
ez mosi grad ga schisse
 
Freestyler schreibt:
17.07.2009 @ 20:24
Hi DJ

Dä isch jo wirklich geil und ich bi fascht vreckt, was ich do vo dir gseh. Ha ha ha.
Geile Siech

PS: Do han ich no öbbis zur ergänzig, e richtige klassiker und passend zum Thema:
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/Default.aspx?t=19886

Liebs Griessli
Boris
 
Gina schreibt:
31.07.2009 @ 18:05
Coole Seite.
So ein guter Sch... ist fast besser als ein Orgasmus ;-)

@Freestyler: ein "gröliger" Link!
 
-DJ- schreibt:
31.07.2009 @ 18:53
@Gina

Hier gehört es zum guten Ton, "Scheisse" ganz auszuschreiben. Vielen Dank.
 
   
Name:


E-Mail: (wird nicht veröffentlicht!)


Comment:




Zurück zu: Kolumnen